



Seit Jahrhunderten ist die Pfarrkirche der gewachsene Mittelpunkt des Ortes, ergänzt durch das Rathaus und die früheren gemeindeeigenen Gebäude wie Stierstall und Spritzenhaus. Bis 1822 stand in unmittelbarer Nähe zur Kirche auch das Wasserschloß.
Die nach hinten erbaute neuromanische Kirche mit dem wesentlich älteren Kirchturm, das Pfarrhaus und die große Grünfläche geben dem Kirchplatz ein besonderes Flair, das alle zwei Jahre beim "Alt-Oberacherner Heimatfest" immer wieder zur Geltung kommt.
Der einzige Wallfahrtsort des Achertals ist das Wahrzeichen Oberacherns. Erbaut als dritte Kapelle an derselben Stelle 1763/64 hat die Antoniuskapelle einen ganz besonderen Stellenwert in der Gemeinde.
Wertvollster Bestandteil der Kapelle ist die kleine vergoldete Antoniusstatue über dem Tabernakel des Hochaltars. Den Antoniusbrunnen "erhielt" das sakrale Gebäude als Geburtstagsgeschenk 1964.
Hier fällt sofort die große Christusfigur auf, die auf einem großen Granitfindling steht. Diese monumentale Figur wurde von dem Straßburger Bildhauer Andreas Friederich im Jahre 1859 geschaffen.
Die Christusfigur stellt gleichzeitig auch das Kriegerdenkmal für die Gefallenen der Gemeinde Oberachern in den beiden Weltkriegen.
Der Heldenhain wurde in den 1920er-Jahren als Erinnerungsstätte an die Gefallenen des 1. Weltkrieges angelegt. Nach dem 2. Weltkrieg kam noch ein großer Granitfindling und ein Erinnerungsmal an die sich noch in Gefangenschaft befindlichen Soldaten dazu.
2004 wurde das gesamte Ensemble auf den Platz vor dem Wasserreservoir der Illenau versetzt und erlebte dadurch eine deutliche Aufwertung.
Eingebettet in ein Granitmassiv ist die 1993 angelegte Lourdes-Grotte ein Ort der Stille und der Besinnung.
Genau in der Mitte gelegen - zwischen dem Allmendweg und der Sausteig ("Rebbergweg") – ist sie auch bequem zu erreichen. In der Nähe befindet sich auch der 2001 angelegte nach Großherzog Friedrich I. von Baden benannte "Friedrichsbrunnen".
Unterhalb des höchsten Punktes des Bienenbuckels gelegen, hat man von hier einen herrlichen Ausblick in die Rheinebene über das Straßburger Münster bis in die Vogesen.
Bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurden in Kriegszeiten von diesem Punkt die Achertalgemeinden vor heranziehenden Truppen gewarnt.
Bienenbuckel Bei einem Spaziergang durch die Oberacherner Reben hat man nicht nur schöne Ausblicke in die Rheinebene, sondern auch zur Hornisgrinde und in das weitere Achertal mit Schloß Rodeck und dem "Achertäler Dom" - der Pfarrkirche "St. Nikolaus" in Kappelrodeck - mit dem zweithöchsten Kirchturm Badens.
