Die Auswirkungen des Klimawandels sind in Achern immer spürbarer: zunehmende Extremwetterereignisse wie Hitze- und Dürreperioden, Starkregen und Stürme belasten Mensch und Natur. Für eine nachhaltige Stadtentwicklung sind Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel notwendig.
Derzeit erstellt die Stadt ein integriertes Klimaanpassungskonzept, einschließlich einer Analyse der Klimafolgen und eines Maßnahmenkatalogs zur Reduzierung der Risiken und zur Erhöhung der Widerstandsfähigkeit gegenüber dem Klimawandel. Ziel ist es, die Lebensqualität langfristig zu sichern, sensible Bereiche wie Stadtgrün, Infrastruktur und Gesundheit zu schützen – und gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern konkrete Lösungen für ein klimaangepasstes Achern zu entwickeln.
Bereits zum dritten Mal organisierte Klimaschutzmanagerin Lena Egeler die Angebote „Klimafrühstück“ und „Klimadetektive“. In einem Theaterstück sowie direkt am Frühstückstisch konnten die Kinder auf spielerische Weise mehr über die Ursachen und Folgen des Klimawandels erfahren. Gemeinsam wurde überlegt, was jede und jeder Einzelne im Alltag tun kann, um klimafreundlicher zu leben.
Welche Auswirkungen der Klimawandel vor Ort haben kann und wie wir uns daran anpassen können, stand beim erstmals angebotenen Workshop „Klimahelden“ im Mittelpunkt. Klimaanpassungsmanagerin Nadia Helmbold beschäftigte sich gemeinsam mit den Kindern mit den Themen Starkregen und Versickerung. In einem Experiment konnten die Kinder selbst beobachten, wie Wasser versickert und welche Rolle unterschiedliche Flächen dabei spielen.
Kreativ wurde es anschließend an den Bastelstationen: Hier konnten die jungen Klimaheldinnen und Klimahelden ihre ganz eigene grüne Stadt der Zukunft gestalten. Dabei entstanden viele tolle und kreative Ideen. Die Kinder wünschen sich für ihre Stadt vor allem viel Grün und Wasser, damit es auch an heißen Tagen angenehm und kühl bleibt.
Auch für den eigenen Alltag hatten die Kinder zahlreiche Vorschläge: Statt mit dem Auto können beispielsweise häufiger Fahrrad oder Roller genutzt werden. Beim Einkauf können saisonale Produkte die klimafreundliche Wahl sein.
Mit Experimenten, Theater, gemeinsamem Frühstück und kreativen Bastelideen wurden die Kinder für Klimaschutz und Klimaanpassung sensibilisiert und gleichzeitig dazu ermutigt, selbst aktiv zu werden.
Referentin Michaela Senk, Technikerin im Garten- und Landschaftsbau bei GartenSpielRaum in Karlsruhe, zeigt auf, wie private Gärten besser auf die Folgen des Klimawandels vorbereitet werden können. Im Mittelpunkt stehen unter anderem klimaangepasste Gartengestaltung, trockenheitsverträgliche Pflanzen und Begrünungskonzepte sowie die Bedeutung eines gesunden Bodens für die Wasserspeicherung.
Darüber hinaus geht es um den Einsatz heimischer Wildpflanzen sowie um Regenwassernutzung und Entsiegelung als wichtige Maßnahmen der Klimaanpassung. Die Besucherinnen und Besucher erhalten dabei Anregungen und praktische Tipps, die sich auch im eigenen Garten umsetzen lassen.
Bereits ab 18:30 Uhr sind die Besucherinnen und Besucher zu einem kleinen Pflanzenmarkt mit regionalen Anbietern eingeladen. Dort besteht die Möglichkeit, sich über klimaangepasste Pflanzen zu informieren, Anregungen für den eigenen Garten zu sammeln und mit den Anbietern ins Gespräch zu kommen.
Der Vortrag beginnt um 19:00 Uhr und endet gegen 21:00 Uhr.
Termin auf einen Blick:
📅 Mittwoch, 16. September 2026
📍 Rathaus am Markt, Bürgersaal, Achern
🌱 Einlass und Pflanzenmarkt: ab 18:30 Uhr
🎤 Vortrag: 19:00 bis 21:00 Uhr
🎟️ Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich
Die Veranstaltung wird von der Stadt Achern in Kooperation mit dem Bildungswerk Achern und der Initiative Los4Klima durchgeführt. Sie ist Teil der bundesweiten Woche der Klimaanpassung, die auf die Bedeutung konkreter Anpassungsmaßnahmen an die Folgen des Klimawandels aufmerksam macht.
Hitzeperioden, Trockenheit und Starkregen stellen Gärten und Grünflächen zunehmend vor Herausforderungen. Doch mit der richtigen Gestaltung können Gärten auch unter veränderten klimatischen Bedingungen attraktiv, lebendig und widerstandsfähig bleiben.
Im Rahmen der Woche der Klimaanpassung lädt die Stadt Achern zu einem öffentlichen Vortrag ein.
Interessierte erfahren, wie private Gärten klimaangepasst gestaltet werden können und welche Maßnahmen dazu beitragen, Hitze und Trockenheit besser zu bewältigen.
Referentin Michaela Senk (GartenSpielRaum, Karlsruhe) informiert unter anderem über:
- klimaangepasste Gartengestaltung
- trockenheitsverträgliche Pflanzen- und Begrünungskonzepte
- die Bedeutung eines gesunden Bodens für die Wasserspeicherung
- den Einsatz heimischer Wildpflanzen
- Regenwassernutzung und Entsiegelung als wirksame Maßnahmen zur Klimaanpassung
Datum: 16.09.2026
Ort: Rathaus am Markt (Bürgersaal), Achern
Zeit: 19:00 bis 21:00 Uhr
keine Anmeldung erforderlich.
Die Veranstaltung wird von der Stadt Achern in Kooperation mit dem Bildungswerk Achern und der Initiative Los4Klima durchgeführt und ist Teil der bundesweiten Woche der Klimaanpassung, die auf die Bedeutung von Anpassungsmaßnahmen an die Folgen des Klimawandels aufmerksam macht.
Am 10. Juni fand die erste Öffentlichkeitsveranstaltung zum Klimaanpassungskonzept der Stadt Achern statt, an der rund 50 Bürgerinnen und Bürger teilnahmen. Sie konnten sich über den aktuellen Stand informieren und im anschließenden Workshop eigene Ideen und Vorschläge für Klimaanpassungsmaßnahmen einbringen.
Zu Beginn der Veranstaltung wurde das Projekt vorgestellt: Die Konzepterstellung begann im Juni 2025 und ist bis spätestens Mai 2027 abzuschließen. Das Vorhaben wird durch Bundesmittel gefördert und von der Klimaanpassungsmanagerin der Stadt Achern, Nadia Helmbold, geleitet. Die Erarbeitung erfolgt gemeinsam mit den Fachbüros GEO-NET und berchtoldkrass.
Ziel ist es, konkrete Maßnahmen zur Anpassung an Klimafolgen wie Hitze, Trockenheit und Starkregen zu entwickeln. An mehreren Thementischen brachten die Teilnehmenden Vorschläge ein und diskutierten diese und markierten besonders betroffene Orte im Stadtgebiet. Genannt wurden unter anderem mehr Grünflächen, Baumpflanzungen, Entsiegelung sowie eine bessere Regenwasserversickerung. Auch die Schaffung von kühlen Aufenthaltsorten an zentralen Stellen in der Innenstadt und in den Ortsteilen, verschattete Wege und die Aufwertung öffentlicher Räume wurden angeregt.
Am darauffolgenden Tag fand ein Experten-Workshop mit Verwaltung, Gemeinderat und Fachleuten aus dem Raum Achern statt. Dabei wurden sowohl die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung aufgegriffen als auch zusätzliche fachliche Perspektiven und neue Ideen eingebracht. Neben konkreten Maßnahmen wie weiteren Baumpflanzungen, Verschattung und Entsiegelung im öffentlichen Raum wurden auch strategische Ansätze diskutiert - etwa die stärkere Verankerung der Klimaanpassung in der Stadtplanung, die Förderung von Dach- und Fassadenbegrünung sowie eine wassersensible Bauweise.
Ebenso spielten Maßnahmen zum Regenwasserrückhalt, zur nachhaltigen Bewässerung von Stadtgrün und zum Umgang mit Starkregen eine wichtige Rolle. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Einbindung privater Eigentümer, insbesondere im Hinblick auf Maßnahmen zum Regenwasserrückhalt und zur Entsiegelung, etwa durch Informationen zu Förderprogrammen oder eine mögliche städtische Beratungsstelle.
Ergänzend wurden auch Themen wie Hitzevorsorge, klimaangepasste Gestaltung von Freiräumen und die Stärkung von Natur und Gewässerstrukturen im Stadtgebiet behandelt. Die Ergebnisse beider Veranstaltungen fließen nun in die weitere Ausarbeitung des Klimaanpassungskonzepts ein. Ziel ist ein Maßnahmenkatalog mit klaren Prioritäten und konkreten Handlungsmöglichkeiten unter Einbindung der politischen Gremien.
Deutlich wurde: Die Anpassung an den Klimawandel ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die nur im Zusammenwirken von Verwaltung, Politik und Bürgerschaft gelingen kann.
Hitzetage nehmen zu – auch bei uns in Achern
Heiße Sommertage sind längst keine Ausnahme mehr: Durch den Klimawandel steigt die Zahl der sogenannten „Hitzetage“ – Tage mit Temperaturen über 30 °C – in Deutschland deutlich an. Während früher im Durchschnitt nur etwa drei solcher Tage pro Jahr auftraten, sind es heute bereits rund zehn – Tendenz weiter steigend.
Auch aktuelle Daten zeigen diesen Trend: In den vergangenen Jahrzehnten ist die Anzahl heißer Tage insgesamt deutlich gewachsen, und Klimamodelle gehen davon aus, dass Hitzeperioden künftig häufiger, länger und intensiver werden.
Diese Entwicklung betrifft auch den Oberrheingraben und damit unsere Region rund um Achern besonders stark.
Hitze ist ein Gesundheitsrisiko
Was für viele nach „Badewetter“ klingt, ist in Wirklichkeit eine ernstzunehmende Belastung für die Gesundheit. Hohe Temperaturen können den Kreislauf stark beanspruchen und bestehende Erkrankungen – etwa des Herz-Kreislauf- oder Atmungssystems – verschlimmern.
Die Folgen sind messbar:
In Deutschland kommt es jährlich zu rund 1.500 Krankenhausbehandlungen durch Hitze und Sonnenstrahlung.
In besonders heißen Sommern sterben zudem mehrere tausend Menschen an den direkten oder indirekten Folgen von Hitze.
Vor allem ältere Menschen, Kinder und Personen mit Vorerkrankungen sind gefährdet – aber auch gesunde Menschen können bei extremer Hitze gesundheitliche Probleme entwickeln.
Gut vorbereitet durch heiße Tage
Umso wichtiger ist es, sich frühzeitig auf Hitze einzustellen und richtig zu verhalten. Der „Hitzeknigge“ des Umweltbundesamtes bietet hierzu praktische und leicht umsetzbare Tipps für den Alltag – vom richtigen Trinken über das Lüften bis hin zum Verhalten in der Sonne.
Hier finden Sie den Hitzeknigge mit hilfreichen Empfehlungen:
Der Hitzeknigge: Hitze-Ratgeber
Kühle Orte in und um Achern entdecken
Wenn die Temperaturen steigen, helfen schattige und kühle Aufenthaltsorte dabei, den Körper zu entlasten.
Über die Plattform „Kühle Orte Baden-Württemberg“ finden Sie auf einer interaktiven Karte zahlreiche Orte zur Abkühlung – unter anderem:
- Bade- und Erholungsmöglichkeiten
- Trinkwasserstellen
- schattige Ausflugsziele
- Parks und Grünanlagen
- Biergärten und Eisdielen
- kühle Aufenthaltsorte in Gebäuden
Viele Angebote sind direkt auf einer Karte abrufbar. Zusätzlich steht eine App zur Verfügung, mit der sich kühle Orte auch unterwegs einfach finden lassen.
Weitere Informationen zum Hitzeschutz
Das Internetportal Klima-Mensch-Gesundheit des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) stellt umfangreiche Informationen zum Schutz vor Hitze bereit.
Dort finden Sie spezielle Tipps für:
- Menschen ab 65 Jahren und deren Angehörige
- Eltern von Babys und Kleinkindern
- Beschäftigte in Betrieben und Kommunen
- Mitarbeitende in Pflege- und Betreuungseinrichtungen
- Mitarbeitende in Schulen und Kitas
Weitere Informationen und Empfehlungen:
Klima-Mensch-Gesundheit - Hitzeschutz
Hitzewarnungen des Deutschen Wetterdienstes
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) gibt täglich Warnungen vor starker oder extremer Wärmebelastung für den aktuellen und den folgenden Tag heraus.
Dabei gelten zwei Warnstufen:
- Starke Wärmebelastung: gefühlte Temperatur über ca. 32 °C
- Extreme Wärmebelastung: gefühlte Temperatur über ca. 38 °C
Die sogenannte „gefühlte Temperatur“ berücksichtigt neben der Lufttemperatur auch Faktoren wie Sonneneinstrahlung und Wind und beschreibt, wie warm es für den Menschen tatsächlich empfunden wird.
Gerade für ältere Menschen, Familien mit kleinen Kindern sowie Personen mit Vorerkrankungen empfiehlt es sich, die Hitzewarnungen regelmäßig zu verfolgen.
Der DWD bietet:
- aktuelle Hitzewarnungen,
- einen 5-Tages-Trend,
- die WarnWetter-App sowie
- einen kostenlosen E-Mail-Warndienst.
Zu den Hitzewarnungen des DWD:
Hitzewarnungen- Deutscher Wetterdienst
Das Klimaanpassungsmanagement der Stadt Achern hat das Ziel, die Stadt frühzeitig und gezielt auf die Folgen des Klimawandels vorzubereiten. Dazu gehören unter anderem der Umgang mit zunehmender Hitze, Starkregenereignissen oder längeren Trockenperioden. Für Sie als Bürgerinnen und Bürger bedeutet dies, die Lebensqualität in Achern langfristig zu sichern, Risiken zu minimieren und konkrete Maßnahmen zu entwickeln, die den Alltag in unserer Stadt auch in Zukunft lebenswert gestalten.
Im Rahmen der Veranstaltung möchten wir Ihnen die Ziele und Hintergründe des Projekts vorstellen sowie den aktuellen Arbeitsstand des Klimaanpassungskonzeptes präsentieren – insbesondere die Ergebnisse der Betroffenheits- und Hotspotanalyse. Darüber hinaus laden wir Sie herzlich ein, sich aktiv einzubringen: In einem gemeinsamen Workshop sollen konkrete Maßnahmenideen zur Klimaanpassung für das gesamte Stadtgebiet erarbeitet werden.
Die Veranstaltung bietet Ihnen die Möglichkeit, Ihre Perspektiven und Erfahrungen einzubringen und die zukünftige Entwicklung unserer Stadt aktiv mitzugestalten.
Eine Anmeldung ist erwünscht und kann über folgenden Link erfolgen: https://tally.so/r/vG4koA
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und einen anregenden Austausch.
Das Klimaanpassungsmanagement der Stadt Achern hat das Ziel, die Stadt frühzeitig und gezielt auf die Folgen des Klimawandels vorzubereiten. Dazu gehören unter anderem der Umgang mit zunehmender Hitze, Starkregenereignissen oder längeren Trockenperioden. Für Sie als Bürgerinnen und Bürger bedeutet dies, die Lebensqualität in Achern langfristig zu sichern, Risiken zu minimieren und konkrete Maßnahmen zu entwickeln, die den Alltag in unserer Stadt auch in Zukunft lebenswert gestalten.
Im Rahmen der Veranstaltung möchten wir Ihnen die Ziele und Hintergründe des Projekts vorstellen sowie den aktuellen Arbeitsstand des Klimaanpassungskonzeptes präsentieren – insbesondere die Ergebnisse der Betroffenheits- und Hotspotanalyse. Darüber hinaus laden wir Sie herzlich ein, sich aktiv einzubringen: In einem gemeinsamen Workshop sollen konkrete Maßnahmenideen zur Klimaanpassung für das gesamte Stadtgebiet erarbeitet werden.
Die Veranstaltung bietet Ihnen die Möglichkeit, Ihre Perspektiven und Erfahrungen einzubringen und die zukünftige Entwicklung unserer Stadt aktiv mitzugestalten.
Eine Anmeldung ist erwünscht und kann über folgenden Link erfolgen: https://tally.so/r/vG4koA
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und einen anregenden Austausch.
Gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus Verwaltung und Stadtgesellschaft wurden die Folgen des Klimawandels für Mensch, Natur und Umwelt sowie für den Stadtraum beleuchtet. Im Fokus standen dabei unter anderem Aspekte der Gesundheit, der technischen und sozialen Infrastruktur, der Grün- und Freiflächen sowie des Wasserhaushalts.
Die Fachrunden fanden in einem kleinen Teilnehmerkreis von jeweils 10 bis 15 Personen statt und ermöglichten dadurch einen intensiven fachlichen Austausch sowie vielfältige Perspektiven. Zwei der Veranstaltungen wurden in Präsenz durchgeführt, eine weitere im Online-Format.
Ziel der Fachrunden war es, klimabedingte Risiken für Achern frühzeitig zu erkennen, deren Bedeutung für die Stadt einzuschätzen und erste Ideen für mögliche Anpassungsmaßnahmen zu entwickeln. Die gewonnenen Erkenntnisse bilden eine wichtige Grundlage für die weiteren Schritte im Klimaanpassungskonzept.
„Nur wenn wir wissen, wo die größten Herausforderungen liegen, können wir unsere Stadt gezielt und zukunftssicher anpassen“, so das Fazit aus den Fachrunden. Die Ergebnisse fließen nun in die weitere Konzeptentwicklung ein.
Ziel ist es, die Stadt widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels – insbesondere Starkregen, Hitze und Trockenheit – zu machen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf naturbasierten Lösungen wie Dach- und Fassadenbegrünung, potentieller Entsiegelung und die Entscheidung für klimawandelangepasste Bäume. Diese Maßnahmen verbessern nicht nur das Mikroklima, sondern fördern auch die Biodiversität und den natürlichen Wasserkreislauf – ein Thema, das Frau Helmbold besonders am Herzen liegt, da sie ihre Masterarbeit über Kooperationsmöglichkeiten bei der Planung und Umsetzung naturbasierter Lösungen in Bestandsquartieren geschrieben hat. Die studierte Geographin (Bachelor in Straßburg (F), Master in Freiburg) bringt fundierte Erfahrung aus Projekten des Fraunhofer-Instituts in Karlsruhe mit, wo sie sich bereits während ihres Studiums intensiv mit Klimaanpassung und nachhaltiger Stadtentwicklung beschäftigt hat.
Am 25.11.2025 findet der verwaltungsinternen Projektstart mit der Projektgruppe Klimaanpassung statt. In den darauffolgenden Wochen werden auch die Bürgerinnen und Bürger aktiv eingebunden: Geplant sind Informationsveranstaltungen und Workshops, über die frühzeitig informiert wird, damit gemeinsam tragfähige Lösungen entstehen.
Wir freuen uns auf den Projektstart und die wichtigen Schritte für eine klimaresiliente Zukunft der Stadt Achern!
Die Stadt Achern erhält Fördermittel für die Erstellung eines Klimaanpassungskonzeptes aus dem Programm „Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels“ des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) mit dem Förderschwerpunkt „Erstellung eines Konzepts zur nachhaltigen Klimaanpassung und für Natürlichen Klimaschutz“.
Kerndaten zum Fördervorhaben
Projektlaufzeit: 01.03.2025 bis 31.05.2027
Projekttitel: ANK-DAS-A.1: Erstellung eines Konzepts zur nachhaltigen Klimaanpassung und für natürlichen Klimaschutz für die Stadt Achern
Förderkennzeichen: 67DAAN1021
Förderrichtlinie: Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels (DAS)
Förderschwerpunkt: FSP A.1 – Erstellung eines Konzepts zur nachhaltigen Klimaanpassung und für natürlichen Klimaschutz
Projektträger: ZUG (Zukunft-Umwelt-Gesellschaft)
Fördermittelgeber: BMUKN (Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit)
Ziel des Förderprojekts:
Das Klimaanpassungskonzept soll dazu dienen, die Stadt gezielt auf die Folgen des Klimawandels vorzubereiten und ihre Verwundbarkeit zu verringern. Im Mittelpunkt steht der Schutz der Bevölkerung vor Risiken durch die klimawandelbedingt zunehmenden Hitzewellen, Starkregen und Überschwemmungen. Die zu entwickelnden Anpassungsmaßnahmen sollen nicht nur zur Förderung des natürlichen Klimaschutzes beitragen, sondern auch Synergien oder positive Nebeneffekte im Hinblick auf die Ziele der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie aufzeigen, wie die Stärkung der Biodiversität. Ein besonderer Fokus liegt hier auf den Einsatz naturbasierter Lösungen. Naturbasierte Lösungen zielen auf den Schutz, die Wiederherstellung und die nachhaltige Nutzung von Ökosystemen, die auf natürliche Weise negative Klimawandelfolgen abschwächen. Beispiele hierfür sind Flächenentsiegelungen und der Ausbau von Versickerungsflächen, die die natürliche Grundwasserneubildung unterstützen. Ebenfalls unter den naturbasierten Lösungen fallen Dach- Fassaden- und Hofbegrünungen, die angesichts der zunehmenden Anzahl an Hitzetagen durch Verdunstung, Verschattung und Wasserrückhalt zur Kühlung beitragen. Darüber hinaus spielt die Fähigkeit von Pflanzen, Schadstoffe und Feinstaub aus der Luft zu filtern, in städtischen Gebieten eine bedeutende Rolle für die Gesundheit der Bevölkerung und die Verbesserung der Lebensqualität. Neben der positiven Wirkung auf das städtische Mikroklima ermöglichen naturbasierte Lösungen eine Annäherung an den natürlichen Wasserhaushalt, der durch Neubauten, Nachverdichtung und umfangreiche Versiegelung in den letzten Jahren stark beeinträchtigt wurde. Dadurch können Gefahren durch Starkregen und Hochwasser deutlich reduziert werden.
Arbeitsschritte:
Zunächst wird eine umfangreiche Bestands- und Betroffenheitsanalyse durchgeführt, um auf Basis der aktuellen und prognostizierten Klimawandelauswirkungen Maßnahmen abzuleiten, die auf die örtlichen Gegebenheiten zugeschnitten sind.
Mit Hilfe von Verstetigungs- und Controllingmaßnahmen soll die langfristige Etablierung und Weiterentwicklung von Anpassungsstrategien unterstützt werden.
Ziel des Klimaanpassungskonzepts ist es, die Verwundbarkeit der Bevölkerung gegenüber Klimawandelfolgen zu verringern und die Widerstandsfähigkeit gegenüber aktuellen und zukünftigen Klimaentwicklungen in Achern nachhaltig zu stärken.
Die Stadtverwaltung Achern unterstützt Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen dabei, ihre Privatflächen naturnah zu gestalten – für mehr Lebensräume, mehr Biodiversität und ein klimaresilientes Stadtbild. Ob blühende Gärten, begrünte Balkone oder entsiegelte Flächen: Ihre Ideen sind gefragt!
Mit dem Förderprogramm „Naturnahe Flächengestaltung“ können Sie finanzielle Unterstützung für folgende Maßnahmen erhalten:
• Naturnahe Bepflanzung von Gärten, Terrassen, Balkonen oder Firmengeländen im Siedlungsbereich
• Pflanzung von Einzelbäumen auf Streuobstwiesen im Außenbereich
• Oberflächen-Entsiegelung zur Verbesserung des Mikroklimas
• Nisthilfen und Habitate für Vögel, Insekten und Kleintiere
Die Auswahl geeigneter Baumarten erleichtert Ihnen die Baumliste der Stadt Achern. Ihren Antrag auf Förderung können Sie bequem über das Antragsformular einreichen. Über die Vergabe entscheidet das Fachgebiet Tiefbau, Mobilität und Grünflächen.
Bei fachlichen Fragen zum Förderprogramm steht Ihnen Herr Marcel Friedmann (Grünflächenmanager Stadt Achern) gerne zur Verfügung.
Telefon: 07841-642-1303
Telefax: 07841 642-3280
E-Mail: marcel.friedmann(at)achern.de
Unterlagen